Höhenluft-Atmung (Intermittierende Hypoxieatmung)
Dünne Luft als Medizin
Hypoxie bedeutet Sauerstoffmangel und ist normalerweise eher schädlich als gut. Wendet man sauerstoffreduzierte („dünne“) Luft aber ganz dosiert an, wie etwa bei einem Aufenthalt in den Bergen, so reagiert der Organismus auf diesen „Reiz“ mit vielfältigen positiven Antworten, die allesamt mit Verbesserung der Widerstandskraft bzw. optimierter Sauerstoffverwertung einhergehen.
Aus dem Spitzensport weiß man, dass Sportler nach einem Höhentraining über mehr rote Blutkörperchen verfügen, weshalb sie mehr Sauerstoff transportieren und verbrennen können. Dieser Effekt tritt aber erst nach mehrtägigem Höhenaufenthalt und unter konstanter Hypoxie auf. Bei der sog. intermittierenden, also abwechselnden, Hypoxie, atmet man nur für eine bestimmte Zeit die sauerstoffarme Luft und danach wieder ganz normale Umgebungsluft. Durch diesen Trick unterbleiben die Nebenwirkungen der Höhenluft wie Atmungsstörungen, Kopfschmerzen und Schlafstörungen, die positiven Wirkungen bilden sich aber ebenfalls aus, und dies auch bei rein passiver Höhenluftatmung am Generator.
Gesteigerte Fettverbrennung, besserer Blutzuckerspiegel, niedrigerer Blutdruck
Als Antwort auf den Sauerstoffmangelreiz bilden sich mehr Brenn-Kraftwerke in den Muskeln aus, die sog. Mitochondrien. Hierdurch verbrennt der Körper mehr Kalorien und hier vor allem freie Fette, man kann also mit der Hypoxieatmung abnehmen! Zwar funktioniert auch das nicht ohne Bewegung und Ernährungsanpassung, durch zusätzliche Hypoxieatmung kann die Fettverbrennung aber um bis zu 30% gesteigert werden! Der gesamte Stoffwechsel reagiert positiv auf die intermittierende Hypoxie. Der Zuckerstoffwechsel verbessert sich, insbesondere auch bei Diabetikern, erhöhter Blutdruck und erhöhte Herzfrequenz können sich im Laufe einer Behandlung normalisieren.
Tieferer Schlaf und bessere Entspannung
Ein ganz besonderer Effekt betrifft das vegetative Nervensystem: Durch Hypoxietraining kann man sich besser entspannen und Schlafstörungen behandeln, da durch die Hypoxieatmung der Stoff NO (Stickstoffmonoxid) vermehrt freigesetzt wird, der einerseits gefäßerweiternd wirkt und der andererseits ein Botenstoff des entspannungsfördernden Parasympathikus ist, dem Teil unseren vegetativen Nervensystems, der uns zur Ruhe kommen, entspannen und besser schlafen lässt.
Eine Behandlung umfasst in der Regel zunächst 10 Sitzungen zu je 30 Minuten, bei denen Sie in einem bequemen Massagesessel sitzen oder liegen und ganz gemütlich über eine Atemmaske die sauerstoffreduzierte Luft atmen. Die Behandlung beginnt meist mit einem Höhenaquivalent von 2500m und wird von mal zu mal um 500 m gesteigert, bis schließlich eine Höhe von 4000m erreicht wird. In jedem Einzelfall wird die Höhe aber individuell bestimmt und angepasst, da jeder Mensch anders ist und jeder auch anders reagiert. Nach spätestens zwei bis drei Sitzungen berichten die meisten Anwender über eine zunehmende Entspannung, besseren Schlaf und eine Verbesserung der allgemein Fitness und Widerstandskraft.
Folgende Erkrankungen und Störungen sprechen in der Regel gut auf die Intermittierende Hypoxie-Atmung an:
- Ein- und Durchschlafstörungen
- Stress, Nervosität, Burnout, Ängste, Depressionen
- Übergewicht , Zuckerkrankheit (Diabetes)
- Bluthochdruck, KHK, Schlafapnoesyndrom
- Allergien, Heuschnupfen, Asthma,
- Bronchitis, COPD

